Am 31. Oktober treffen gleich zwei Traditionen aufeinander: Halloween und der Reformationstag. Der Reformationstag ist für viele evangelische Christen ein wichtiger Gedenktag. In Nordrhein-Westfalen ist er aber kein gesetzlicher Feiertag. 2026 fällt er auf einen Samstag. Das führt manchmal zu Verwirrung, denn in mehreren anderen Bundesländern ist er tatsächlich arbeitsfrei.
Woran erinnert der Reformationstag?
Im Jahr 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen. Er kritisierte damit unter anderem den damaligen Ablasshandel und stieß Diskussionen über Kirche und Glauben an, aus denen sich die Reformation entwickelte. Ob Luther die Thesen tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, wird historisch diskutiert; als Datum und Symbol des reformatorischen Aufbruchs ist der 31. Oktober bis heute wichtig.

Warum ist NRW anders?
Feiertage werden in Deutschland von den Bundesländern bestimmt. Nordrhein-Westfalen hat den Reformationstag nicht als regelmäßigen gesetzlichen Feiertag eingeführt. Stattdessen ist Allerheiligen am 1. November ein gesetzlicher Feiertag. 2026 fällt Allerheiligen auf einen Sonntag. Im Jahr 2017 war der Reformationstag zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation ausnahmsweise bundesweit Feiertag.
Wie wird der Tag begangen?
Evangelische Gemeinden feiern häufig Gottesdienste oder veranstalten Gespräche und Konzerte. Wer mehr über die Geschichte in unserer Region wissen möchte, findet bei der Evangelischen Kirche von Westfalen einen guten Einstieg. Du musst nicht evangelisch sein, um dich mit der Bedeutung dieses Tages zu beschäftigen – es ist ein Stück regionaler und europäischer Geschichte.
Hintergrundinformationen gibt es bei der Evangelischen Kirche von Westfalen; die Feiertagsübersicht des DGB zeigt die Unterschiede der Bundesländer.

