Nasser Asphalt, Matsch und kalter Wind gehören im Oktober schnell zum Alltag. Ein Hundespaziergang im Regen muss deshalb weder ausfallen noch zur Materialschlacht werden. Entscheidend ist, was dein Hund tatsächlich braucht.
Gesunde Hunde brauchen nicht automatisch einen Regenmantel
Viele erwachsene, gesunde Hunde kommen mit normalem Herbstregen gut zurecht. Ein Mantel kann aber sinnvoll sein, wenn ein Hund sehr klein, kurzhaarig, alt, krank oder besonders kälteempfindlich ist. Wichtig ist, dass Kleidung Bewegungen nicht einschränkt und nasse Textilien nach dem Spaziergang wieder trocknen.
Pfoten nach Matsch kurz kontrollieren
Nach dem Spaziergang reicht häufig ein Handtuch. Sitzt viel Schlamm zwischen den Zehen, kannst du die Pfoten mit handwarmem Wasser abspülen. Prüfe dabei auf kleine Verletzungen, Splitter oder gereizte Stellen. Dauerndes Eincremen ohne Anlass ist nicht nötig.
Nasses Fell gründlich trocknen
Besonders langhaarige Hunde bleiben an Bauch, Brust und Beinen lange feucht. Rubbele das Fell mit einem Handtuch trocken und gib dem Hund anschließend einen warmen, zugfreien Ruheplatz. Ein heißer Föhn direkt auf der Haut ist keine gute Idee.
Auch bei Regen zählt Bewegung und Schnüffeln
Ein kurzer Spaziergang nur bis zur nächsten Laterne ersetzt auf Dauer keine Bewegung. Wenn dein Hund Regen nicht mag, helfen mehrere kürzere Runden und zusätzliche Beschäftigung zu Hause. Der Deutsche Tierschutzbund betont, dass Spaziergänge nicht nur der Bewegung, sondern auch Erkundung und Beschäftigung dienen.
Sichtbarkeit wird wichtiger
Regen, Dämmerung und beschlagene Autoscheiben verschlechtern die Sicht. Helle oder reflektierende Elemente an Leine, Geschirr oder Jacke helfen anderen Verkehrsteilnehmern, euch früher zu erkennen. Blinklichter sollten so angebracht sein, dass sie den Hund nicht stören.
Regenpausen clever nutzen
Wenn es stundenlang wechselhaft bleibt, lohnt ein Blick auf die nächsten trockeneren Phasen. Eine lange Runde in einer Regenpause und zwei kurze Löserunden können angenehmer sein als drei komplett nasse Spaziergänge.
Wenn dein Hund plötzlich ungewöhnlich friert
Starkes Zittern, auffällige Müdigkeit oder andere Beschwerden gehören nicht einfach zum Herbst. Dann sollte der Hund ins Warme und bei anhaltenden oder deutlichen Symptomen tierärztlich abgeklärt werden.
Für mehr Abwechslung an Tagen mit wirklich schlechtem Wetter findest du außerdem Ideen in unserem Beitrag „Haustiere beschäftigen“.

