Die Jahresabrechnung zeigt erst im Nachhinein, wie viel Strom oder Gas verbraucht wurde. Wer den Zählerstand regelmäßig fotografiert, bekommt früher ein Gefühl dafür, ob der Verbrauch steigt, fällt oder plötzlich aus dem Rahmen läuft.
Ein Foto pro Monat reicht für einen guten Überblick
Du brauchst keine komplizierte Tabelle. Fotografiere Zählerstand und Zählernummer ungefähr am gleichen Tag des Monats. Lege die Bilder in einem eigenen Album ab oder notiere zusätzlich Datum und Wert.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Strom- und Gaszähler regelmäßig selbst abzulesen. Bei Problemen mit Abschlägen und Rechnungen können eigene Aufzeichnungen und Fotos außerdem helfen, gemeldete Werte nachzuvollziehen.
Verbrauch nicht mit Kosten verwechseln
Ein höherer Euro-Betrag kann aus einem höheren Preis entstehen, auch wenn dein Verbrauch gleich geblieben ist. Vergleiche deshalb zunächst Kilowattstunden beziehungsweise die am Zähler angezeigten Einheiten und erst danach die Kosten.
Jahreszeiten berücksichtigen
Beim Gasverbrauch sind Herbst und Winter naturgemäß anders als der Sommer. Ein einzelner Monatswert sagt deshalb wenig. Interessanter ist der Vergleich mit ähnlichen Monaten oder der Trend über mehrere Ablesungen.
Plötzliche Sprünge hinterfragen
Steigt der Verbrauch ohne erkennbare Ursache stark, prüfe zunächst, ob der Wert korrekt abgelesen wurde. Danach kommen veränderte Nutzung, neue Geräte oder technische Probleme als mögliche Ursachen infrage. Bei Gasgeruch oder einem konkreten Sicherheitsverdacht gelten natürlich die Notfallhinweise des Netzbetreibers und keine eigene Fehlersuche.
Zählernummer mit aufs Bild nehmen
Gerade in Mehrfamilienhäusern verhindert die Zählernummer Verwechslungen. Sie steht auch auf der Rechnung und lässt sich so leicht abgleichen.
Beim Anbieterwechsel ist ein Foto besonders nützlich
Am Tag eines Einzugs, Auszugs oder Anbieterwechsels solltest du den Zählerstand dokumentieren und fristgerecht übermitteln. Ein Foto schafft einen zusätzlichen Nachweis, falls später unterschiedliche Werte auftauchen.
Aktuelle Hinweise zu Zählern und Abrechnungen findest du bei der Verbraucherzentrale. Wenn du Tarife vergleichen möchtest, passt dazu unser Ratgeber zum Strom- und Gastarifwechsel.
Die kleine Gewohnheit kostet weniger als eine Minute im Monat und liefert dir im Zweifel deutlich bessere Informationen als die Erinnerung an den letzten Winter.

