Der Router läuft oft jahrelang unauffällig in einer Ecke. Dabei verbindet er Smartphones, Computer, Fernseher und immer häufiger auch smarte Geräte mit dem Internet. Ein kurzer Router-Sicherheitscheck lohnt sich deshalb genauso wie Updates auf dem Smartphone.
1. Ist die Router-Firmware aktuell?
Öffne die Administrationsoberfläche und prüfe, ob Updates automatisch installiert werden oder eine neue Version bereitsteht. Sicherheitslücken im Router betreffen potenziell das gesamte Heimnetz.
2. Nutzt dein WLAN WPA2 oder besser WPA3?
Veraltete Verschlüsselungsverfahren sollten nicht mehr verwendet werden. Das BSI empfiehlt für Heimnetzwerke mindestens WPA2, wenn möglich WPA3.
3. Ist das WLAN-Passwort wirklich stark?
Das Router-Passwort und das WLAN-Passwort sollten nicht identisch sein. Verwende lange, nicht leicht erratbare Kennwörter. Wer das werkseitige Standardpasswort übernommen hat, sollte besonders prüfen, ob es individuell genug ist.
4. Brauchst du WPS dauerhaft?
WPS macht das Verbinden neuer Geräte bequemer. Wenn du die Funktion kaum nutzt, kannst du prüfen, ob sie sich deaktivieren lässt. Welche Einstellung sinnvoll ist, hängt vom Routermodell ab.
5. Gibt es unbekannte Geräte im Netzwerk?
Viele Router zeigen eine Liste der verbundenen Geräte. Namen sind nicht immer eindeutig, aber ein kurzer Blick kann auffallen lassen, wenn alte Smartphones, längst verkaufte Geräte oder Unbekanntes weiterhin Zugriff haben.
6. Richte für Gäste ein separates WLAN ein
Ein Gäste-WLAN trennt Besuchergeräte vom eigentlichen Heimnetz. Das BSI empfiehlt außerdem, auch viele Smart-Home-Geräte in ein separates Netzwerk zu bringen, damit sensible Geräte wie Arbeitsrechner oder Onlinebanking-PCs getrennt bleiben.
7. Fernzugriff nur aktivieren, wenn du ihn brauchst
Manche Router lassen sich von unterwegs administrieren. Das kann praktisch sein, vergrößert aber die Angriffsfläche. Wenn du die Funktion nie nutzt, sollte sie nicht unnötig offen sein.
8. Notiere Zugang und Modell
Schreib dir Modellbezeichnung, Administrationsadresse und den Ort der Zugangsdaten auf. Im Störungsfall spart das Zeit. Passwörter gehören natürlich nicht offen an den Router geklebt.
Einmal prüfen, dann automatisieren
Wenn automatische Updates aktiv sind, ein Gäste-WLAN eingerichtet ist und die Passwörter passen, musst du nicht jede Woche in den Router schauen. Ein Kontrolltermin zwei- bis dreimal im Jahr reicht für viele Haushalte.
Weitere Grundlagen findest du in unserem Beitrag „Sicher im Internet: 8 einfache Regeln für den digitalen Alltag“.

